Dieses Kübrisbrot mit Sauerteig ist herrlich saftig , aromatisch und wunderschön orange. Es hat eine leichte Kürbisnote die sich wunderbar sowohl zu süssen, als auch zu herzhaften Belägen passt.
Ob beim gemütlichen Herbstbrunch, als Begleiter zu einer warmen Suppe oder einfach zur Brotzeit. Dieses Kürbisbrot mit Sauerteig bringt ein Stück Herbst auf den Tisch. Der Teig ist schnell vermischt und lässt sich mit den Ruhezeiten im Kühlschrank gut in den Alltag einplanen.
Wenn du gerne mit Kürbis bäckst, dann probiere auch meine Pumpkinspice Kürbis Zimtschnecken mit Sauerteig.
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So einfach ist dieses Sauerteig Kürbisbrot
- Kürbis entkernen, schälen und schneiden – 10 Minuten
- Kürbis Backen – 25 Minuten
- Teig mischen – 10 Minuten
- Gehen lassen – über Nacht möglich
- Formen – 5 Minuten
- Gehen lassen – über Nacht möglich
- Backen – 45 Minuten
Warum du dieses Kürbisbrot mit Sauerteig lieben wirst
- herrlich saftig mit weicher Krume
- dezente Kürbisnote und wunderschöne orange Farbe
- einfache Zutaten und wenig aktive Arbeitszeit
- gut über Nacht vorzubereiten
- perfekt zum Herbstbrunch, zu Suppen und zur Brotzeit
Tradition & Nährstoffe
Kürbisse stammen ursprünglich aus Amerika und gelangten durch Seefahrer nach Europa. Der unkompliziert anzubauende Kürbis diente in Kriegszeiten als Nahrung und geriet danach als Arme-Leute-Speise in Vergessenheit, bevor er zum beliebten Herbstgemüse wurde. Im Brot sorgt Kürbispüree für eine schöne Farbe, eine milde Kürbisnote und eine herrlich saftige Krume.
Die Fermentation mit Sauerteig macht das Brot durch den teilweisen Abbau von Phytinsäuren und Gluten bekömmlicher. Ausserdem verleiht der Sauerteig dem Brot ein wunderbares Aroma.
Wenn du mehr über die Vorteile von Sauerteig wissen willst, lies gerne hier weiter.
Zutaten für das Sauerteig Kürbisbrot
Für den Teig
- Kürbis
- Weizensauerteigstarter (Sauerteig selber ansetzen)
- Wasser
- Weizenmehl (CH Halbweiss, DE Type 550, A W700)
- Salz
Als Kürbis für das Kürbispüree eignet sich vor allem Hokkaido und oranger Knirps, diese bringen auch eine wunderschön orangene Farbe mit sich. Auch Butternut funktioniert gut, er ist etwas milder und weniger orange.
Equipment
- Schüssel
- Backblech
- Backpapier
- Stand- oder Stabmixer
- Gusseisentopf oder ofenfester Topf
Schritt-für-Schritt zu deinem Kürbisbrot mit Sauerteig
Den Ofen auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für das Kürbispüree einen mittelgrossen Kürbis schälen, entkernen und in ungefähr gleichgrosse Spalten schneiden. Diese auf einem Backblech auslegen und für 25 bis 30 Minuten backen. Die Kürbisstücke sind gar, wenn man sie ganz leicht mit einer Gabel zerdrücken kann.


Die Kürbisspalten in einen Stanmixer oder eine Schüssel geben und abgedeckt etwas abkühlen lassen. Der entstehende Dampf weicht die etwas angetrocknete Oberfläche wieder auf. Danach den Kürbis pürieren, sodass ein sehr dickes und festes Püree entsteht.



Genau 300 Gramm des Kürbispürees in eine Schüssel geben. Wasser und Sauerteigstarter hinzufügen und gut verrühren.
Mehl und Salz hingeben und grob vermengen bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
Da dieser Teig durch den Kürbis relativ feucht ist empfehle ich bei diesem Brot mit der Dehnen und Falten Methode zu arbeiten.
Den Teig mindestens 30 Minuten ruhen lassen und dann im Abstand von jeweils 30 bis 90 Minuten drei bis vier Durchgänge Dehnen und Falten machen. Hier findest du eine Anleitung fürs Dehnen und Falten.


Den Teig für insgesamt etwa 6 bis 8 Stunden, mit einem feuchten Baumwolltuch oder einem Silikondeckel, abgedeckt, gehen lassen, solange bis sich sein Volumen sichtlich vergrössert und beinahe verdoppelt hat.
Alternativ kann der Teig nach insgesamt etwa 4 Stunden bei Raumtemperatur für bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Weiterverarbeiten den Teig dann noch etwa 1 bis 2 Stunden Raumtemperatur annehmen lassen.



Den Teig dann auf eine nur leicht bemehlte, saubere Arbeitsfläche geben und sehr sanft zu einem Rechteck ziehen. Die Form muss überhaupt nicht perfekt sein, dieses Falten dient nur dazu dem Brot mehr Spannung und Struktur zu verleihen.
Das obere Drittel des Rechtecks nun nach unten und das untere Drittel darüber klappen, so wie bei einem Brief.


Das Rechteck von der schmalen Seite her aufrollen und anschliessend zu einer Kugel formen. Das wird gemacht indem der Teig auf der Arbeitsfläche sanft zu einem gezogen wird…



Das geformte Brot kommt nun in ein Gärkörbchen. Wenn du keines besitzt kein Problem, verwende einfach ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb. Das Brot im Körbchen dann abgedeckt für mindestens zwei und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Mindestens 30 Minuten vor dem Backen den Ofen auf 235 °C Ober-/Unterhitze vorheizen mit dem Gusseisentopf im Ofen.


Direkt vor dem Backen, das Brot aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig auf ein Backpapier geben. Mit einem Bäckermesser oder einem scharfen Küchenmesser einen etwas 1 bis 1.5cm tiefen Schnitt in Brot machen. Am besten funktioniert ein langer Halbkreis. Wenn du ein Muster machen willst, mache das immer vor dem Tiefen Schnitt.


Den heissen Topf dann aus dem Ofen nehmen und das Brot dann mithilfe des Backpapiers in den Topf heben.
Einen Schluck Wasser neben das Backpapier in den Topf geben und sofort den Deckel schliessen. Dies sorgt für optimalen Dampf im Topf.
Den Topf geschlossen in den Ofen geben. Nach 40 Minuten vorsichtig den Deckel vom Topf nehmen und die Temperatur auf 215° reduzieren. Das Brot noch etwa 5 bis 10 Minuten im Ofen weiterbacken lassen, bis es schön braun ist.
Achtung: Wegen dem Kübris im Brot wird dies schneller schwarz als andere Brote, kontrolliere also schon nach 5 Minuten ob das Brot die gewünschte bräune erreicht hat. Wenn es wie bei mir trotzdem etwas zu dunkel wird, kannst du den Teil der Kruste vor dem essen einfach wegschneiden.

Das fertige Brot direkt nach dem Backen mithilfe des Backpapiers aus dem Topf heben, das Backpapier abziehen und das Brot auf einem Rost mindestens eine Stunde auskühlen lassen.
Das Brot enthält nämlich noch viel Dampf im Innern und bäckt so sogar ausserhalb des Ofens noch etwas nach. Wenn man das Brot zu früh anschneidet kann es etwas pampig werden.
Tipps für das perfekte Sauerteig Kürbisbrot
- Den relativ feuchten Teig nicht von Hand kneten sondern dehnen und falten.
- Mache das Kürbispüree seöbst, gekauftes ist of relativ flüssig und ausserdem noch teuer.
- Kürbispüree vor dem Vermischen mit dem Sauerteigstarter abkühlen lassen.
- Beim Formen nur wenig Mehl verwenden und den Teig sanft behandeln.
- Das Brot vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen, damit die Krume nicht klebrig wirkt.
Variationen
Für ein würziges Herbstbrot etwas Zimt, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss oder Nelkenpulver in den Teig geben. Besonders Zimt und Nelken sparsam dosieren, damit die feine Kürbisnote erhalten bleibt.
Hokkaido oder oranger Knirps sorgen für eine kräftige orange Farbe. Mit Butternut wird das Brot etwas milder und meist heller. Auch bei dieser Variante ein dickes, festes Kürbispüree verwenden.
Aufbewahren & Vorbereitung
Da das Kürbisbrot nach dem Backen sehr saftig und feucht bleibt hält es sich etwas weniger lang als normales Brot, bei Raumtemperatur etwa 3 Tage.
Am besten einfach allfällige Reste in Scheiben schneiden und in einem Gefrierbeutel einfrieren. Zum Auftauen einzelne Scheiben toasten.
Häufige Fragen zum Sauerteig Kürbisbrot
Welcher Kürbis eignet sich für Kürbisbrot?
Hokkaido und oranger Knirps eignen sich besonders gut, weil sie dem Brot eine schöne orange Farbe und ein feines Kürbisaroma geben. Butternut funktioniert ebenfalls und schmeckt etwas milder. Wichtig ist, dass das Kürbispüree dick und nicht wässrig ist.
Warum geht mein Teig nicht auf?
Häufig ist der Sauerteigstarter noch nicht ausreichend aktiv oder der Teig braucht bei kühler Raumtemperatur mehr Zeit. Verwende einen Starter, der nach dem Füttern deutlich aufgegangen und mit Bläschen durchzogen ist. Richte dich beim Gehenlassen nach der sichtbaren Volumenzunahme und nicht ausschliesslich nach der Uhr.
Warum ist mein Kürbisbrot innen klebrig?
Zu feuchtes Kürbispüree, eine zu kurze Backzeit oder zu frühes Anschneiden können zu einer klebrigen Krume führen. Verwende dickes Püree und lasse das Brot vollständig auf einem Rost auskühlen. Die Krume bleibt durch den Kürbis saftig, soll aber nicht teigig sein.
Warum wird mein Kürbisbrot so schnell dunkel?
Der natürliche Zucker im Kürbis begünstigt die Bräunung der Kruste. Besonders dünne, hochstehende Stellen am Einschnitt werden schnell dunkel. Reduziere nach dem Abnehmen des Deckels die Temperatur und kontrolliere die Farbe bereits nach fünf Minuten.
Weitere Rezepte
Wenn du dieses Kürbisbrot mit Sauerteig magst, probiere auch:
- würzige Sauerteig Kürbis Zimtschnecken mit Pumpkinspice
- wärmende Kürbissuppe mit Kokosmilch
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren von diesem Kürbisbrot mit Sauerteig, und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie es dir gelungen ist, oder einfach eine Bewertung dalässt. Für mehr einfache, natürliche und traditionelle Rezepte kannst du dich gerne in meinen Newsletter eintragen.
Viel Freude beim Backen und Kochen,

Natürlich backen, nachhaltig kochen
– vom Korn bis zum Knochen


Sauerteig Kürbisbrot
Kochutensilien
- Backblech
- Backpapier
- Standmixer oder Pürierstab
- Schüssel
- Gusseisentopf oder ofenfester Topf
Zutaten
- 300 g Kürbispüree
- 125 g Starter
- 300 g Wasser
- 500 g Mehl
- 12 g Salz
Anleitungen
- Den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis schälen, entkernen und in etwa gleich grosse Spalten schneiden. Auf einem Backblech verteilen und 25–30 Minuten backen, bis sich die Stücke leicht mit einer Gabel zerdrücken lassen.
- Die Kürbisstücke in eine Schüssel geben und abgedeckt etwas abkühlen lassen. Anschliessend zu einem dicken, festen Püree pürieren.
- 300 g Kürbispüree mit Wasser und aktivem Weizensauerteigstarter verrühren. Mehl und Salz hinzufügen und vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
- Den Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Anschliessend im Abstand von jeweils 30–90 Minuten drei bis vier Durchgänge dehnen und falten.
- Den Teig insgesamt etwa 6–8 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, einschliesslich der Ruhezeiten beim Dehnen und Falten. Sein Volumen soll sich deutlich vergrössern und beinahe verdoppeln. Alternativ nach insgesamt etwa vier Stunden bei Raumtemperatur bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Formen etwa 1–2 Stunden Raumtemperatur annehmen lassen.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und sanft zu einem Rechteck ziehen. Das obere Drittel zur Mitte falten und das untere Drittel darüberklappen. Von der schmalen Seite her aufrollen.
- Den Teig rund formen. Dafür mit den Händen umfassen und sanft über die Arbeitsfläche zu dir ziehen. Etwas drehen und wiederholen, bis die Oberfläche gespannt ist.
- Den Teig mit der glatten Seite nach unten in ein Gärkörbchen oder ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb legen. Abgedeckt mindestens zwei und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
- Mindestens 30 Minuten vor dem Backen den Ofen mit dem Gusseisentopf auf 235 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Teig direkt aus dem Kühlschrank vorsichtig auf Backpapier stürzen. Mit einem Bäckermesser oder einem scharfen Küchenmesser einen etwa 1–1,5 cm tiefen, bogenförmigen Schnitt setzen. Optionale flache Musterschnitte vorher einschneiden.
- Den Teig mithilfe des Backpapiers in den heissen Topf heben. Einen kleinen Schluck Wasser neben das Backpapier in den Topf geben und sofort den Deckel schliessen.
- Das Brot 40 Minuten mit Deckel backen. Den Deckel vorsichtig abnehmen, die Temperatur auf 215 °C reduzieren und weitere 5–10 Minuten backen. Bereits nach fünf Minuten die Bräunung kontrollieren.
- Das Brot aus dem Topf heben, das Backpapier entfernen und auf einem Rost mindestens eine Stunde, möglichst vollständig, auskühlen lassen.


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