Zopf mit Sauerteig – der beste Sauerteig Zopf ganz ohne Hefe

Sauerteigzopf ganz ohne Hefe. Zopf mit Sauerteig.

Dieser Sauerteig Zopf ist aussen knusprig und innen saftig und fluffig. Das einfache Rezept ist auch für Anfänger bestens geeignet.

Kaum ein Gebäck ruft in mir so viele Kindheitserinnerungen wach wie der Zopf. Für mich ist er nicht nur Brot, sondern ein Stück Zuhause. Und mit Sauerteig wird aus dem Klassiker ein echtes Geschmackserlebnis. Egal ob zum Brunch, als Gastgeschenk, oder einfach als Abwechslung zu normalem Brot, dieser Zopf mit Sauerteig ist immer ein Hit.

Zu einem Brunch mit Zopf passt auch mein rustikales Sauerteig Körnerbrot perfekt dazu.

So einfach ist dieser Sauerteig Zopf

  • Teig kneten – 5 Minuten
  • Stockgare – über Nacht möglich
  • Zopf flechten – 10 Minuten
  • gehen lassen – über Nacht möglich
  • backen

Warum du diesen Sauerteig Zopf lieben wirst

  • einfach gemacht und gelingsicher
  • besonders bekömmlich und aromatisch durch Sauerteig
  • perfekt zum Brunch oder als Gastgeschenk

Tradition & Nährstoffe

Durch die Verwendung von Sauerteig wird der Zopf aromatischer und bleibt länger saftig. Dazu kommen die bekannten Vorteile von Sauerteig, die bessere Verträglichkeit, ein stabilerer Blutzuckerspiegel und längere Frischhaltung und das alles ganz ohne Zusatzstoffe.

Wenn du mehr über die Vorteile von Sauerteig wissen möchtest lies gerne hier weiter.

Zutaten für den Zopf mit Sauerteig

  • Sauerteigstarter
  • Milch
  • Butter
  • Honig
  • Salz
  • Mehl
  • Ei, zum bestreichen

Equipment

  • Schüssel
  • Backblech

Schritt-für-Schritt zu deinem Sauerteig Zopf

Der Teig

Für den Teig vermische ich wie immer zuerst die nassen Zutaten, also Starter, Milch, geschmolzene Butter und Honig, miteinander. Danach das Mehl und das Salz hinzugeben und mit der Kelle verrühren bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.

Von Hand, oder mit einer Knetmaschine, etwa 5 bis 10 Minuten weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Alternativ, meine Lieblingsmethode, die „dehnen und falten“-Technik anwenden. Den Teig dann abgedeckt in einer Schüssel etwa 8 Stunden, oder auch über Nacht, gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat. Alternativ kann der Teig nach 4 Stunden bei Raumtemperatur, abgedeckt, bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Den Zopf flechten

Auf einer sauberen, bei Bedarf bemehlten Fläche den Teig in zwei Hälften teilen und diese zu Strängen von etwa 40 Centimetern ausrollen.

Lege den unteren Strang (der waagrecht liegen soll) über den oberen, sodass eine Kreuz entsteht.

Jetzt abwechselnd die Stränge überkreuzen:

Fange mit dem unteren, horizontalen Strang an. Lege das rechte Ende nach links und das linke Ende nach rechts. Danach vom vertikalen Strang das Untere nach oben und das Obere nach unten – die beiden Enden tauschen also einfach die Seiten.

Wiederhole diesen Seitenwechsel, dabei immer leicht nach unten arbeiten, damit der Zopf in die Länge wächst.

Wenn du am Ende angekommen bist, drück die Enden gut zusammen und schlage sie leicht nach unten ein.

Den geflochtenen Zopf auf einem mit Backpapier belegten Backblech, zugedeckt mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Küchentuch, noch 1-1.5 Stunden ruhen lassen. Alternativ kannst du den Zopf direkt nach dem Flechten, abgedeckt in den Kühlschrank geben und am nächsten Morgen backen. Kurz vor dem Backen den Ofen auf 200° Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180° Umluft vorheizen und den Zopf mit einem verquirlten Ei bestreichen.

Danach den Zopf für etwa 35-45 Minuten, bis zur gewünschten Bräune backen.

Tipps für den perfekten Zopf mit Sauerteig

  • genügend Gehzeit einplanen, der Teig sollte sich sichtbar vergrössert haben
  • den Teig, wenn er im Kühlschrank war, zuerst wieder Zimmertemperatur annehmen lassen, bevor der Zopf geformt wird
  • schön goldbraun backen, das bringt mehr Aroma und eine bessere Kruste
  • am nächsten Tag kurz toasten, schmeckt fast wie frisch gebacken
  • Rezept kann verdoppelt werden um einen Grösseren Zopf zu erhalten, der für etwa 8 Personen reicht. Dabei muss aber dann die Backzeit auf 50-60 Minuten angepasst werden.

Variationen

  • mit Speck, als herzhafte Variante
  • mit Rosinen oder Schokostückchen, als süsse Variante
  • zu 6 kleinen Zöpfen geflochten, perfekt für unterwegs

Aufbewahren & Vorbereitung

Der Zopf mit Sauerteig hält sich etwa drei Tage, zum auffrischen können die Stücke auch kurz getoastet werden, dann schmecken sie wie frisch gebacken. Zopfreste lassen sich auch perfekt, in Scheiben geschnitten, einfrieren. Zum auftauen einfach 1-2 Druchgänge Toasten oder den Defrost-Modus benutzen.

Häufige Fragen zum Sauerteigzopf

Warum wird mein Sauerteig Zopf nicht fluffig?

Oft liegt es an zu kurzer Gehzeit. Der Teig braucht genügend Zeit, um aufzugehen – besonders bei kühleren Temperaturen.

Kann ich den Zopf über Nacht gehen lassen?

Ja, du kannst den Teig wunderbar über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Das passt perfekt in den Alltag und verbessert oft sogar den Geschmack.

Wie bewahre ich Sauerteig Zopf am besten auf?

Am besten in einem Brotkasten oder in ein Baumwoll- oder Leinentuch gewickelt bei Raumtemperatur. So bleibt er 2-3 Tage frisch.

Kann ich Sauerteig Zopf einfrieren?

Ja, der Zopf lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten in Scheiben schneiden, dann kannst du ihn bei Bedarf direkt auftoasten.

Weitere Rezepte

Wenn du diesen Zopf mit Sauerteig magst, probiere auch:

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren von diesem fluffigen Sauerteig Zopf – und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie er dir gelungen ist.

Viel Freude beim Backen und Kochen,

Sina

Natürlich Backen, nachhaltig Kochen

–  vom Korn bis zum Knochen

Zopf mit Sauerteig
Zopf mit Sauerteig

Sauerteig Zopf ohne Hefe

Sina Hort
Unglaublich fluffiger Sauerteig Zopf, ganz ohne Hefe
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Ruhezeit 12 Stunden
Gesamtzeit 12 Stunden 55 Minuten
Gericht Frühstück
Küche Schweiz
Portionen 1 Zopf

Kochutensilien

  • 1 Schüssel
  • 1 Kochpinsel

Zutaten
  

  • 125 g Sauerteigstarter
  • 290 ml Milch
  • 70 g Butter, gschmolzen
  • 10 g Honig
  • 12 g Salz
  • 500 g Zopfmehl eine Schweizer Mischung aus 90% Weissmehl und 10% Ur-Dinkelmehl
  • 1 Ei verquirlt, zum Bestreichen des Zopfs

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten bis auf das Salz und das Zopfmehl verrühren, danach das Mehl und das Salz hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Achte unbedingt darauf den Teig lange genug zu kneten, oder die "Dehnen und Falten"-Methode anwenden, damit der Teig später stabil und gut formbar ist.
  • Den Teig in einer abgedeckten Schüssel für 6-8 Stunden, oder bis sich das Volumen verdoppelt hat, gehen lassen.
  • Den Teig auf eine saubere Arbeitsfläche geben und in zwei gleich grosse Stücke teilen. Diese gut durchkneten, um die Luft aus dem Teig zu drücken, und anschliessend in je einen ca. 40 cm langen Strang ausrollen. Die beiden Stränge werden nun in Form eines Kreuzes auf die Arbeitsfläche gelegt – einer liegt waagrecht, der andere senkrecht darüber.
    Jetzt beginnt das Flechten:
    Lege den unteren Strang (der waagrecht liegt) über den oberen, sodass eine Art einfache Schlaufe entsteht.
    Jetzt arbeite immer abwechselnd mit den Enden der beiden Stränge:
    Lege das rechte Ende nach links und das linke Ende nach rechts bzw. das Untere nach oben und das Obere nach unten – die beiden Enden tauschen also einfach die Seiten.
    Wiederhole diesen Seitenwechsel, dabei immer leicht nach unten arbeiten, damit der Zopf in die Länge wächst.
    Wenn du am Ende angekommen bist, drück die Enden gut zusammen und schlage sie leicht nach unten ein.
    Wichtig ist: Immer über Kreuz arbeiten und die Stränge leicht ziehen, damit der Zopf schön gleichmässig wird.Wenn du am Ende angekommen bist, die Enden gut zusammendrücken und nach unten einschlagen, damit sie beim Backen nicht aufgehen.
    Den Zopf auf einem mit Backpapier belegten Blech, mit Plastikfolie oder einem feuchten Baumwolltuch abgedeckt, nochmals 1-2 Stunden gehen lassen.
  • Vor dem Backen, den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180° Umluft vorheizen.
    Danach den Zopf mit dem verquirlten Ei bestreichen. Den Zopf im vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten, bis zur gewünschten Bräune, backen.
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4 responses to “Zopf mit Sauerteig – der beste Sauerteig Zopf ganz ohne Hefe”

  1. Avatar von Horst
    Horst

    Grüezi,
    ich mag dir gern zustimmen, was die phantastischen Eigenschaften von Sauerteig angeht, aber die Flechtanleitung für den Zopf kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vor allem der Uebergang von Bild 2 zu Bild 3 stellt mich vor Probleme – gibt es vielleicht ein Video?
    Beste Gruesse von Horst

    1. Avatar von sinahort

      Lieber Horst
      Es freut mich, dass du Sauerteig genauso gerne magst.
      Ich kann verstehen, dass die Beschreibung etwas kompliziert ist, es fiel mir auch relativ schwer das ganz in Worte zu fassen. Wenn man es mal gemacht hat ist es ganz einfach.
      Ich versuche so schnell wie möglich ein Video hinzuzufügen!
      Beste Grüsse Sina

  2. Avatar von Monika Rietzler
    Monika Rietzler

    Liebe Sina, Dein Zopfrezept reizt mich, weil ich schon einige Jahre Sauerteigbrot backe. Den eigenen Sauerteigansatz möchte ich aber für den Zopf lieber nicht verwenden.
    Kann ich den „Starter“ selber herstellen, oder besser fertig kaufen?
    Herzlichen Dank und viele Grüße aus dem Allgäu
    Monika

    1. Avatar von sinahort

      Liebe Monika

      Du kannst sehr einfach einen eigenen Sauerteigstarter „züchten“. Ich will dazu bald auch noch einen Post schreiben.
      Wieso willst du denn nicht deinen eigenen Sauerteigansatz nehmen? Mit dem Sauerteigstarter an sich passiert ja nichts, den kann man ja einfach rausnehmen.

      Vielen Dank und ganz liebe Grüsse
      Sina

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