Dieses einfache Sauerteigbrot aus dem Gusseisentopf aussen schön knusprig und innen wunderbar saftig. Es ist ein absolut gelingsicheres Rezept, das auch für Anfänger bestens geeignet ist.
Seit 2022 begleitet mich dieses einfache Sauerteigbrot durchs Leben. Es war mein erstes Rezept für ein Sauerteigbrot, das wirklich immer klappt. Egal, ob ich es ganz klassisch backe, mit kalter Gare arbeite oder spontan noch einige Körner hinzufüge, es wird einfach immer gut. Es schmeckt nicht nur fantastisch, sondern ist auch total alltagstauglich. Kein Schnickschnack, keine speziellen Hilfsmittel, keine komplizierten Schritte. Genau deshalb kommt es bei uns fast jede Woche auf den Tisch.
Wenn du eine rustikale Variante mit Körnern und dunklem Mehl suchst probiere auch mein Sauerteig Körnerbrot.
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So einfach ist dieses einfache Sauerteigbrot
- Teig mischen – 5 Minuten
- gehen lassen – über Nacht möglich
- formen – 5 Minuten
- gehen lassen – über Nacht möglich
- backen
Warum du dieses einfache Sauerteigbrot lieben wirst
- einfach gemacht & absolut gelingsicher
- knusprige Kruste dank Gusseisentopf
- nur wenige Zutaten, voller Geschmack
- so gut, dass man nie genug davon bekommt
Tradition & Nährstoffe
Durch die Fermentation mit Sauerteig werden Phytinsäuren abgebaut, wodurch Nährstoffe besser aufgenommen werden können. Ausserdem verleiht der Sauerteig dem Brot einen besonders aromatischen Geschmack und macht es länger haltbar.
Wenn du mehr zu den Vorteilen von Sauerteig wissen möchtest, lies gerne hier weiter.
Zutaten für das einfache Sauerteigbrot
- Sauerteigstarter
- Wasser
- Halbweissmehl (Weizenmehl, DE Type 812, A Type W 960)
- Salz
Equipment
- Schüssel
- Gärkörbchen oder Sieb
- Gusseisentopf
Schritt-für-Schritt zu deinen Sauerteigbrot
Der Teig
Ich mische am liebsten zuerst den Starter mit dem Wasser, um diesen nachher bestmöglich im Teig verteilt zu haben. Danach gebe ich das Mehl und das Salz hinzu und mische so lange mit einer Kelle, bis langsam ein Teig entsteht, danach Knete ich 10-15 Minuten von Hand weiter, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht



Tipps fürs Kneten
Ich habe viele Knetmethoden ausprobiert – und die gute Nachricht ist: Sie funktionieren alle.
Eine Küchenmaschine mit Knethaken ist natürlich eine wunderbare Option, die sehr gelingsicher ist.
Auch ein Thermomix lässt sich super verwenden, achte jedoch darauf nur kurz zu kneten, da der Teig sonst zu heiß und dadurch klebrig wird. Mein Tipp: Knete den Teig im Thermomix maximal 3 Minuten und mache dann von Hand weiter.
Auch reines Handkneten funktioniert – dauert nur etwas länger (ca. 15 Minuten), bringt dich aber dem Teig wunderbar nahe. Anstatt Handkneten würde ich allerdings immer die dehnen und falten-Technik empfehlen. Diese Methode erfordert erheblich weniger Kraft und baut das Glutengerüst wunderbar, Schritt für Schritt, auf.
Egal für welche Knetmethode du dich entscheidest, am Ende sollte dein Teig geschmeidig, glatt und glänzend sein und vor allem sollte er den „Fenster-Test“ bestehen. Das heisst, er sollte sich zwischen den Fingern so spannen lassen, dass er praktisch durchsichtig ist, ohne dabei zu reissen. Dies bedeutet, dass das Glutengerüst im Teig optimal entwickelt wurde.



Hat dein Teig den Test bestanden, so kann er für 6-8 Stunden zugedeckt an einem warmen Ort ruhen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Variationen: Kalte Gare für mehr Aroma & Flexibilität
Wenn du deinem Brot noch mehr Aroma verleihen willst – oder einfach deinen Alltag flexibler gestalten musst – dann probiere unbedingt die kalte Gare:
Möglichkeit 1: Nach der ersten Gare
Nach etwa 4 Stunden kannst du den Teig für bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach einfach formen und weiter im Rezept machen.
Möglichkeit 2: Im Gärkörbchen
Auch nach dem Formen kannst du den Teig im Gärkörbchen abgedeckt für bis zu 24 Stunden kalt stellen. Das gibt besonders feine Aromen und eine tolle Kruste – achte nur darauf, ihn vor dem Backen nicht zu übergehen.
Das Brot formen
Diese Art des Formens gitb dem Teig sehr viel Spannung und lässt ihn später im Ofen wunderbar aufgehen.
Gib dafür den Teig auf eine leicht bemehlte Oberflächt und ziehe ihn mit den Händen zu einem Rechteck klappe dann das obere Drittel nach unten und das untere drittel nach oben. Danach rollst du den Teig der Länge nach auf. Um aus der Rolle eine Kugel zu Formen ziehst du nun den Teig mit beiden Händen zu dir und schiebst ihn wieder von dir weg (siehe Video). Dieses „Ziehen und Schieben“ wiederholst du drei Mal.





Lasse nun den Teig 20 Minuten auf der Oberfläche ruhen. Danach wiederholst du den ganzen Vorgang, aber sei dabei viel sanfter um keine der entstandenen Luftblasen zu zerstören. Dementsrpechend wird das Rechteck viel kleiner und lässt sich auch nicht mehr so gut übereinander klappen, das macht aber gar nichts. Du wirst gut spüren wie du deinem Teig mehr und mehr Spannung verleihst und genau darum geht es hier.
Nach dem zweiten Mal formen, kommt das Brot in ein Gärkörbchen oder alternativ in ein, mit einem Baumwolltuch ausgelegtes, Sieb. Lasse das geformte Brot mindestens zwei Stunden so im Kühlschrank ruhen.
Das Brot backen
Nachdem dein Brot etwas mehr als eine Stunde im Kühlschrank war kannst du deinen Backofen mit einem Gusseisentopf darin auf 235 Grad vorheizen. Das Brot geht am schönsten auf wenn der Ofen und der Topf gut vorgeheizt sind.
Sind die zwei Stunden gibst du das Brot aus dem Gärtkörbchen auf ein Backpapier und schneidest es mit einem scharfen Messer ein. Ich mache meistens in der Mitte einen tiefen Schnitt und auf beiden Seiten noch einen weniger tiefen. Nimm dann den Gusseisentopf aus dem Ofen und nimm den Deckel ab. Achtung der Topf ist extrem heiss! Halte das Backpapier an den Ecken fest und hebe so das Brot in den Topf, giesse nun zwischen das Backpapier und den Gusseisentopf einen Schluck Wasser, das sorgt im Ofen für Dampf und lässt dein Brot wunderbar aufgehen.
Mache umgehend den Deckel auf den Topf und gib diesen für 35 Minuten in den Ofen. Danach wird das Brot noch für 10 Minuten ohne Deckel weitergebacken, damit es schön knusprig und braun wird.
Nimm nun das Sauerteigbrot vorsichtig, am Backpapier, aus dem Ofen und lasse es mindestens eine Stunde auf einem Gitter auskühlen.
Tipps für das perfekt Sauerteigbrot
- den Teig ausgiebig kneten, oder dehnen und falten
- die Gehzeiten unbedingt einhalten, so wird das Brot luftig
- den Ofen mit dem Topf darin lange genug vorheizen, das sorgt für eine schöne Krume und dass das Brot beim Backen gut aufgeht
- das Brot vor dem Aufschneiden mindestens eine Stunde abkühlen lassen, denn es bäckt noch nach solange es noch heiss ist
Variationen
Dieses Sauerteigbrot ist ein echter Allrounder. Es schmeckt pur mit etwas Butter oder Frischkäse, begleitet aber auch Suppen, Eintöpfe oder Salate perfekt. Seine leicht säuerliche Note und die elastische Krume machen es zu einem echten Liebling.
Aufbewahren & Vorbereitung
Das Sauerteigbrot hält sich problemlos mehrere Tage frisch. Am besten in einem Leinen- oder Baumwolltuch, oder in einem Brotkasten aufbewahren. Es lässt sich wunderbar einfrieren, am besten in Scheiben geschnitten in einem Gefrierbeutel, so kannst du sie direkt im Toaster auftauen. Wird es nach ein paar Tagen etwas trocken, einfach kurz toasten – und es ist wieder wie frisch gebacken.
Häufige Fragen zum einfachen Sauerteigbrot
Warum geht mein Teig nicht auf?
Er braucht wahrscheinlich einfach noch mehr Zeit, je nach Raumtemperatur und Aktivität deines Sauerteigstarters kann die Gehzeit um einige Stunden variieren.
Warum ist mein Teig so klebrig?
Das Glutengerüst ist wohl noch nicht gut genug ausgebildet. Hier hilft dehnen und falten am besten. Die Finger leicht anzufeuchten hilft bei der Handhabung des Teigs.
Warum wird mein Brot nicht knusprig?
Meist ist der Ofen oder Topf nicht heiss genug. Auch Dampf zu Beginn des Backens ist wichtig für eine gute Kruste.
Weitere Rezepte
- rustikales Sauerteig Körnerbrot mit dunklem Mehl
- weiches Sauerteig Toastbrot
- Sauerteig Toastbrot mit Körnern
- die besten Sauerteig Brezeln
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren von diesem einfachen Sauerteigbrot – und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie es dir gelungen ist. Für mehr einfache, natürliche und traditionelle Rezepte kannst du dich gerne in meinen Newsletter eintragen.
Viel Freude beim Backen und Kochen,

Natürlich Backen, nachhaltig Kochen
– vom Korn bis zum Knochen


Einfaches Sauerteigbrot für jeden Tag
Kochutensilien
- 1 Grosse Schüssel
- Waage
- 1 Gusseisentopf, ofenfester Topf
Zutaten
- 125 Gramm Weizensauerteig, aktiv
- 320 Gramm Wasser
- 500 Gramm Halbweissmehl (Weizenmehl, DE Type 812, A Type W 960)
- 12 Gramm Salz
Anleitungen
- Den Sauerteigstarter und Wasser in eine Schüssel geben und etwas verrühren.125 Gramm Weizensauerteig, aktiv, 320 Gramm Wasser
Mehl und Salz hinzugeben und kneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich hauchdünn dehnen lässt. Von Hand dauert das etwa 15–20 Minuten, mit der Küchenmaschine ca. 10. So entwickelt sich das Gluten, das dem Teig Elastizität und Struktur gibt. Den Teig in eine Schüssel geben und diese, wenn vorhanden, mit einem Silikondeckel* abdecken. Alternativ funktioniert auch ein Plastikbeutel oder ein feuchtes Tuch. Den Teig gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. Die Dauer hängt von Raumtemperatur und Sauerteig-Aktivität ab und kann zwischen 5 und 9 Stunden variieren. 500 Gramm Halbweissmehl (Weizenmehl, DE Type 812, A Type W 960), 12 Gramm SalzWenn der Sauerteig doppelt so groß ist, Blasen zeigt und beim Bewegen der Schüssel eine weiche, federnde Konsistenz hat, den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und zu einem Rechteck dehnen. Dann das obere Drittel nach unten klappen, das untere Drittel nach oben schlagen und den Teig der Länge nach einrollen und formen. Den Teig 20 Minuten ruhen lassen und den Faltprozess wiederholen – diesmal ganz fein und vorsichtig, damit keine Luft aus dem Teig gedrückt wird. Anschließend den Teig in ein Gärkörbchen* mit Leinentuch legen oder alternativ in ein Löchersieb mit Baumwollküchentuch. Wieder abdecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach etwas mehr als einer Stunde den Ofen mit einem Gusseisentopf* darin auf 235 °C vorheizen. Nach den zwei Stunden, den Teig auf ein Backpapier* geben und einschneiden. Dann den Gusseisentopf* aus dem Ofen nehmen und den Teig mit dem Backpapier in den Topf heben. Etwas 25-50ml Wasser zwischen den Topf und das Backpapier giessen, den Topf sofort schliessen und für 35 Minuten backen. Danach den Deckel abnehmen und das Brot weitere ca. 10 Minuten bräunen lassen. Achtung: Das Brot backt nach dem Backen noch nach. Deshalb erst nach mindestens einer Stunde Abkühlzeit anschneiden.


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