Sauerteig Brezeln – einfaches Rezept für weiche, fluffige Brezeln

Sauerteig Brezeln frisch gebacken mit brauner Kruste und grobem Salz bestreut

Seit ich klein bin, liebe ich Brezeln. Die kleinen Salzkörner obendrauf, der typische Laugengeschmack und der leichte Crunch beim Reinbeissen sind einfach unschlagbar.

Vor einigen Monaten habe ich mich zum ersten Mal an Sauerteig Brezeln gewagt und war überrascht, wie einfach sie eigentlich sind. Genau deshalb möchte ich dieses Rezept mit dir teilen.

Sauerteig-Brezeln haben einen wunderbar aromatischen Geschmack mit einer leicht säuerlichen Note, die perfekt zur kräftigen Laugenkruste passt. Sie sind saftig, gut bekömmlich und kommen ganz ohne zusätzliche Hefe aus.

Du brauchst keine spezielle Lauge vom Apotheker und keinen komplizierten Vorteig. Alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon zuhause. Mit ein paar einfachen Schritten und etwas Geduld gelingen dir richtig gute Brezeln.

Probiere auch dieses alltagstaugliche, super leckere Sauerteig Toastbrot.

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So einfach sind diese Sauerteig Brezeln

  • Teig mischen – 5 Minuten
  • gehen lassen – über Nacht möglich
  • formen
  • gehen lassen – über Nacht möglich
  • backen

Warum du diese Sauerteig Brezeln lieben wirst

  • einfach gemacht und auch für Anfänger geeignet
  • besonders aromatisch durch Sauerteig
  • knusprige Kruste und weiches Inneres
  • perfekt für Frühstück, Brunch oder als Snack

Tradition & Nährstoffe

Sauerteig sorgt nicht nur für Geschmack, sondern macht die Brezeln auch bekömmlicher. Durch die Fermentation werden schwer verdauliche Bestandteile im Mehl teilweise abgebaut. Gleichzeitig entsteht das typische, ganz leicht säuerliche Aroma, das perfekt zur Laugenkruste passt. So entstehen traditionelle Brezeln, ganz ohne Zusatzstoffe.

Wenn du mehr über die Vorteile von Sauerteig erfahren möchtest, lies gerne hier weiter.

Zutaten für die Sauerteig Brezeln

Für den Teig

  • Weizensauerteigstarter (Sauerteig selber ansetzen)
  • Honig
  • Milch
  • Wasser
  • Butter
  • Weizenmehl (CH Halbweiss, DE Type 550, A W700)
  • Salz

Zum Kochen

  • Natron

Topping

  • grobkörniges Meersalz

Equipment

Schritt-für-Schritt zu deinen Sauerteig Brezeln

Teig machen

Zuerst werden die feuchten Zutaten vermischt, also der Sauerteig, der Honig, die Milch, das Wasser und die geschmolzene Butter. Danach werden das Mehl und das Salz zugegeben. Der Teig muss so lange geknetet werden, bis er den Fenstertest besteht, also bis er sich zwischen den Fingern bis zur Durchsichtigkeit spannen lässt. Das geht am besten mit einer Knetmaschine oder mit der „dehnen und falten“-Methode.

Danach darf der Teig abgedeckt ruhen bis sich sein Volumen verdoppelt hat, das dauert, abhängig von Raumtemperatur und Aktivität des Sauerteigstarters, etwa 6 bis 8 Stunden.

Brezeln formen

Nun wird der Teig, für kleinere in 8 und für grössere Brezeln in 6 Stücke geteilt. Nun gehts ans Formen – dafür die Teigstücke, auf einer leicht bemehlten Fläche, zu etwa 15 bis 20 Centimeter langen Rollen formen. Diese dann 15 Minuten ruhen lassen. Danach die Rollen noch weiter ausrollen, sodass die Mitte etwas dicker bleibt als die Enden, so wie auf dem Bild.

Dann wird der Strang zu einem U geformt, die Enden werden einmal überkreuzt und dann nochmals. Danach an beiden Enden festhalten und nach unten klappen.

Wenn die Enden nicht auf der Brezel kleben, können sie mit ein wenig Wasser angeklebt werden. Nun werden die Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt. Vergiss nicht, dass die Brezeln beim Backen noch aufgehen, sie müssen also auf keinen Fall perfekt aussehen, diese Brezeln habe ich mit meinem ältesten Sohn geformt und sie sahen schlussendlich alle perfekt aus. Dort werden sie nochmals etwa 2 Stunden ruhen gelassen. Sie sollten nochmals sichtlich aufgehen und etwas praller aussehen, aber sie werden nicht mehr viel grösser.

Vor dem Backen werden die Brezeln noch in Lauge gekocht. Zuerst wird der Backofen noch auf 200°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt und dann wird die Lauge zubereitet. Dafür wird 1.5 Liter Wasser aufgekocht, dann wird die Hitze runtergedreht und das Natronpulver kann hinzugefügt werden. Achtung: Es schäumt beim reingeben auf!

Brezeln kochen & backen

Ich habe für 1.5 Liter Wasser 100 Gramm Natron verwendet. Der Natronanteil kann noch bis auf 75 Gramm pro Liter erhöht werden, also etwa 113 Gramm für 1.5 Liter. Ich finde allerdings die Bräunung meiner Brezeln völlig ausreichend. Die Sauerteig Brezeln werden dann einzeln oder zu zweit, mithilfe einer Schaumkelle, in die Lauge gegeben nach etwa 15 Sekunden werden sie einmal gewendet und für weitere 15 Sekunden im Wasser gelassen. Da der Natronanteil nicht so hoch ist, muss man nicht allzu genau sein.

Danach werden die Brezeln rausgenommen und kommen wieder aufs Backblech, dort werden sie, am besten sofort, mit etwas grobkörnigem Meersalz bestreut. Alternativ können sie natürlich auch mit Käse, Sesam, oder Kernen bestreut werden.

Sobald alle Sauerteig Brezeln im Laugenbad waren, werden sie im unteren Teil noch eingeschnitten und dann kommen sie für etwa 20 Minuten in den Ofen. Bei Erreichen der gewünschten Bräune rausnehmen und abkühlen lassen.

Tipps für die perfekten Sauerteig Brezeln

  • Teig gut auskneten, das ist wichtig für die Struktur
  • Brezeln nicht zu lange in der Lauge, sonst werden sie bitter
  • Brezeln nicht zu eng legen
  • beim Formen nicht zu perfekt sein

Variationen

Mir schmecken die Sauerteig Brezeln am besten noch warm und einfach nur mit Butter. Man kann sie aber auch als Brot für Sandwiches benutzen und natürlich für ein klassisches Weisswurstfrühstück.

Aus dem Teig müssen nicht unbedingt Brezeln geformt werden. Man kann auch leckere Laugenbrötchen/ -stangen oder auch kleine Knoten machen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Bestreue sie mal mit geriebenem Käse, Mohn, Sesam oder Kernen – so entstehen lauter kleine Köstlichkeiten.
Auch gefüllt (z. B. mit Schinken und Käse) sind Sauerteig-Brezeln oder -Brötchen ein echtes Highlight.

Aufbewahren & Vorbereitung

Frisch aus dem Ofen und noch leicht warm schmecken diese Sauerteig Brezeln definitiv am besten, sie können aber auch einen Tag später noch genossen werden, vor allem wenn sie leicht getoastet oder kurz im Backofen warm gemacht werden.

Noch einfacher ist die Aufbewahrung wenn man sie einfriert, vor oder nach dem Backen! Nach dem Laugenbad die Brezeln abkühlen lassen und auf einem Backpapier, zum Beispiel auf einem Schneidebrett, in den Tiefkühler geben. Wenn sie durchgefroren sind können sie in einen Gefrierbeutel gegeben werden. Sollen sie nach dem Backen eingefroren werden, einfach die Brezeln vollständig auskühlen lassen und in einem Gefrierbeutel in den Tiefkühler.

Zum Aufbacken, die ungebackenen Brezeln 20 bis 30 Minuten antauen lassen und dann wie gewohnt, bei 200°, 20 Minuten, backen. Die gebackenen Sauerteig Brezeln, auch bei 200°, etwa 8-10 Minuten backen, sie müssen nicht angetaut werden.

Häufige Fragen zu den Sauerteig Brezeln

Warum werden meine Brezeln nicht braun?

Oft liegt es daran, dass zu wenig Natron verwendet wurde oder die Lauge zu kurz war.

Muss ich echte Lauge verwenden?

Nein, Natron aus dem Supermarkt ist ausreichend.

Warum werden meine Brezeln zu fest?

Die lange Gehzeit sollte unbedingt eingehalten werden, sonst werden die Brezeln fest.

Weitere Rezepte

Wenn du diese Sauerteig Brezeln magst, probiere auch:

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren dieser Sauerteig Brezeln, und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie sie dir gelungen sind. Für mehr einfache, natürliche und traditionelle Rezepte kannst du dich gerne in meinen Newsletter eintragen.

Viel Freude beim Backen und Kochen,

Sina

Natürlich Backen, nachhaltig Kochen

–  vom Korn bis zum Knochen

Das einfachste Sauerteig Brezel Rezept
Das einfachste Sauerteig Brezel Rezept

Sauerteig Brezeln

Sina Hort
Mein einfachstes Sauerteig Brezeln Rezept – für Brezeln wie vom Bäcker
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Ruhezeit 12 Stunden
Gesamtzeit 12 Stunden 35 Minuten
Gericht Frühstück, Snack
Küche Deutsch
Portionen 8 kleine Brezeln

Kochutensilien

  • 1 Topf

Zutaten
  

  • 100 g Sauerteigstarter
  • 5 g Honig
  • 140 ml Wasser
  • 140 ml Milch
  • 50 g Butter, geschmolzen
  • 500 g Weizenmehl (CH Halbweiss, DE 550, A W700)
  • 12 g Salz
  • etwas grobes Meersalz
  • 100 g Natron

Anleitungen
 

  • Die feuchten Zutaten, also Starter, Honig, Wasser, Milch und geschmolzene Butter, verrühren. Dann Mehl und Salz untermischen und zu einem glatten Teig kneten, bis der Fenstertest bestanden wird, sich der Teig also zwischen den Fingern bis zur Durchsichtigkeit spannen lässt.
    Dann den Teig für 6-10 Stunden ruhen lasse, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  • Den Teig in 8 Stücke teilen und jedes zu einer ca 20 Centimeter Rolle formen. Diese 15 Minuten ruhen lassen. Dann weiter ausrollen und in der Mitte etwas dicker lassen. Den Strang in einem U hinlegen und die Enden überkreuzen und nochmals überkreuzen, sodass sich der typische Brezelknoten bildet. Die Enden festhalten und nach unten klappen.
    Die Brezeln kommen so auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und werden nochmals 2 Stunden ruhen gelassen.
  • Danach den Backofen auf 200℃ Ober-/Unterhitze vorheizen. Für die Lauge 1.5 Liter Wasser zum Kochen bringen und von der Hitze nehmen, dann werden die 100 Gramm Natron hinzugegeben. Am besten in Portionen, da es beim Reingeben aufschäumt. Bei mittlerer Hitze die Brezeln einzeln oder zu zweit, mit einer Schaumkelle, in die Lauge geben. Nach 15 Sekunden werden sie gewendet und nach weiteren 15 Sekunden wieder rausgenommen und mit dem groben Meersalz bestreut.
  • Waren alle Brezeln im Laugenbad werden sie unten eingeschnitten und kommen dann für etwa 20 Minuten in den Backofen.
    Wenn sie die gewünschte Bräune erreicht haben, können sie rausgenommen werden.
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Kommentare

  1. katrin

    Ich habe die Brezeln heute gebacken. Beim Rezept ist verwirrender Fehler: „Die feuchten Zutaten, also alles bis und mit Butter, verrühren.“ Deshalb wusste ich nicht, ob die Butter in den Teig soll oder später benötigt wird. Ich habe sie schlussendlich in den Teig geknetet. Die Brezeln waren sehr sehr lecker und schnell aufgegessen. Ich werde sie auf jeden Fall nochmal backen. LG Katrin

    1. Liebe Katrin
      Es freut mich sehr, dass dir mein Rezept geschmeckt hat! Ich werde prüfen, wie ich das noch besser erklären kann, vielen Dank für den Hinweis.
      LG, Sina

  2. Nela

    Liebe Sina,

    was für einen Sauerteigstarter und was für Mehl verwendest du denn? 🙂
    Danke und liebe Grüße, Nela

    1. Liebe Nela

      Vielen Dank für die Frage, ich habe es im Text gleich ergänzt.
      Ich habe einen Weizensauerteigstarter und verwende Halbweissmehl. Ich lebe in der Schweiz, bei uns ist das ein Weissmehl mit leicht mehr Schalenanteilen als normales Weissmehl. Das eignet sich gut zum Brotbacken und entspricht etwas dem deutschen Type 550 oder dem österreichischen W700.

      Liebe Grüsse,
      Sina

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