Früchtewähe ohne Zucker – einfach, saftig & alltagstauglich

Früchtewähe ohne Zucker mit frischen Früchten gebacken und in Stücke geschnitten

Diese Früchtewähe ist natürlich süss, ganz ohne Zucker, sättigend und perfekt als Frühstück, Mittag- oder Abendessen oder einfach als Snack.

Schon in meiner Kindheit gab es bei uns zu Hause oft Wähe mit Früchten. Am meisten freute ich mich immer über Apfelwähe, am liebsten mochte ich sie mit geriebenen Äpfeln. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

Für ein fruchtiges Dessert probiere auch meinen saftigen, amerikanischen Apple Pie oder meine fruchtig-frischen Sauerteig Blaubeerschnecken.

Warum du diese Früchtewähe ohne Zucker lieben wirst

  • schnell gemacht und perfekt für den Alltag
  • ideal, um reife oder übrig gebliebene Früchte zu verwerten
  • sättigend und trotzdem leicht, schmeckt warm und kalt
  • lässt sich mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren
  • perfekt zum Vorbereiten und Einfrieren

Tradition & Nährstoffe

Früchtewähen gehören zu den klassischen Gerichten der Schweizer Küche und werden seit Generationen zubereitet. Sie verbinden einfache Zutaten mit saisonalen Früchten und sind ein perfektes Beispiel für eine alltagstaugliche, natürliche Küche.

Durch den Sauerteig-Wähenteig wird die Wähe nicht nur aromatischer, sondern auch bekömmlicher. Zusammen mit den Früchten entsteht ein ausgewogenes Gericht, das sättigt und gleichzeitig leicht bleibt.

Wenn du mehr über die Vorteile von Sauerteig wissen willst, lies gerne hier weiter

Zutaten für die Früchtewähe ohne Zucker

Für den Teig

Für den Belag

  • Früchte nach Wahl (frisch oder tiefgekühlt)

Für den Guss

  • Milch
  • Sahne
  • Eier
  • Maisstärke
  • Ahornsirup
  • Vanille

Equipment

  • Messbecher
  • Wallholz
  • Wähenform

Schritt-für-Schritt zu deiner Früchtewähe

Der Wähenteig

Mein liebster Wähenteig für süsse als auch salzige Wähen, ist mein Sauerteig-Wähenteig. Der Teig lässt sich ganz einfach vorbereiten und hält sich mehrere Tage im Kühlschrank, oder kann auch eingefroren werden. Alternativ kann der Teig auch sofort weiterverarbeitet werden.

Er wird etwa 2cm grösser als die Wähenform ausgerollt und kann mit Hilfe des Wallholzes aufgerollt und in die Form gelegt werden. Den überstehenden Rand etwas abschneiden und mit einer Gabel einige Löcher in den Teigboden stechen. Dies sorgt dafür, dass die Wähe regelmässig durchbäckt und sich keine Luftblasen bilden.

Optional kann der Wähenboden noch mit 2-3 Esslöffel gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln bestreut werden.

Früchte für die Wähe

Fast jede Frucht schmeckt wunderbar in einer Wähe. Nektarinen, Pfirsiche, Äpfel, Kirschen, Aprikosen oder Pflaumen beispielsweise. Die gewünschte Frucht, frisch oder gefroren, in Stücken auf den Wähenboden legen.

Ein kleiner Tipp: Äpfel lassen sich auch wunderbar reiben – das ergibt eine besonders saftige und aromatische Variante, die ich persönlich sehr liebe.

Ein süsser Guss für Fruchtwähen

Dieser Wähenguss ist super schnell gemacht, zuckerfrei und schmeckt unglaublich gut. Dafür mischt man zuerst Milch, Rahm (Sahne) und Maisstärke, dies sorgt dafür, dass sich die Stärke gut auflöst ohne Klümpchen zu bilden. Danach werden die Eier, der Ahornsirup und die Vanille untergemischt. Der fertige Guss wird gleichmässig über die, mit Früchten belegte, Wähe gegossen.

Danach wird die Wähe sofort in den heissen Ofen geschoben und für etwa 40-45 Minuten, bei 220°C, im unteren Teil des Ofens, gebacken.

Tipps für die perfekte Früchtewähe ohne Zucker

  • kann noch leicht warm, oder auch abgekühlt genossen werden
  • ein Kleks frisch geschlagene Sahne macht sie zum perfekten Dessert oder süssen Mittag- oder Abendessen
  • Früchte nicht zu dick schichten bei saftigen Früchten etwas Nüsse oder Mandeln auf den Boden geben

Variationen

  • Ob als süßer Zvieri, unkompliziertes Abendessen oder Dessert für Gäste – diese Früchtewähe passt immer. Probier’s aus, variiere die Früchte nach Saison und Geschmack – und genieß die Einfachheit dieses traditionellen Rezepts.

Aufbewahren & Vorbereitung

Im Kühlschrank hält sich die Früchtewähe mehrere Tage. Alternativ kannst du sie in Stücke schneiden und einfrieren. Zum Auftauen die Stücke einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Die Wähe eignet sich auch perfekt zum Vorbereiten, entweder für den nächsten Tag oder als Mealprep für später.

Häufige Fragen zur Früchtewähe

Welche Früchte eignen sich am besten für eine Früchtewähe?

Fast alle Früchte funktionieren. Besonders gut eignen sich Äpfel, Beeren, Aprikosen, Zwetschgen oder Pfirsiche.

Kann ich auch gefrorene Früchte verwenden?

Ja, das geht problemlos. Lasse sie vorher leicht antauen und gut abtropfen, damit die Wähe nicht zu flüssig wird.

Warum wird meine Früchtewähe zu wässrig?

Oft liegt es an sehr saftigen Früchten oder zu wenig Stärke im Guss. Etwas gemahlene Nüsse auf dem Teig helfen zusätzlich.

Kann ich die Früchtewähe vorbereiten?

Ja, sie lässt sich sehr gut vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch wunderbar.

Weitere Rezepte

Wenn du diese Früchtewähe magst, probiere auch:

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren dieser Früchtewähe und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie sie dir gelungen ist.

Viel Freude beim Backen und Kochen,

Sina

Natürlich Backen, nachhaltig Kochen

–  vom Korn bis zum Knochen

Früchtewähe ohne Zucker
Wähe mit Früchten

Früchtewähe ohne Zucker

Sina Hort
Diese Wähe mit Früchten ist einfach gemacht, herrlich saftig und lässt sich ganz nach Saison oder Vorrat variieren. Ob warm oder kalt – sie ist ein unkomplizierter Klassiker, der immer passt!
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 minute
Gericht Frühstück, Hauptgericht, Nachspeise, Snack
Küche Schweiz

Kochutensilien

  • 1 Wallholz
  • 1 Runde Form 28-32cm Durchmesser

Zutaten
  

Die Wähe

  • 1 Sauerteig-Wähenteig
  • ~500-600 g Früchte frisch oder aufgetaut
  • 2-3 el gemahlene Nüsse optional

Der Guss

  • 1 dl Milch
  • 1 dl Sahne
  • 1 el Maisstärke
  • 2 stk Eier
  • 2-3 el Ahornsirup
  • 1 msp Burbonvanille

Anleitungen
 

  • Eine Portion des Sauerteig-Wähenteigs zubereiten, fermentieren lassen, oder direkt weiterverarbeiten.
  • Den Backofen auf 220℃ Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig etwa 3cm grösser als die Wähenform ausrollen, auf das Wallholz aufrollen und in die Form legen. Den überstehenden Rand mit einem Messer abschneiden und wo nötig etwas ausbessern.
    Mit einer Gabel Löcher in den Wähenboden stechen, dies sorgt für ein regelmässiges Durchbacken der Wähe.
  • Den Guss anrühren, dafür Milch, Sahne und Maisstärke gut verrühren, so dass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann Eier, Ahornsirup und eine Messerspitze Burbonvanille untermischen.
  • Optional den Wähenboden mit 2-3 Esslöffel gemahlenen Nüssen (z.B. Haselnüsse oder Mandeln) bestreuen.
    Die gewünschten Früchte, in Stücken oder gerieben, gleichmässig auf dem Wähenboden verteilen und den Guss vorsichtig darüber giessen.
  • Die Wähe sofort in den unteren Teil des Ofens geben und für 40-45 Minuten backen.
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